Kommunale Photovoltaikanlagen

Eine Photovoltaikanlage, auch PV-Anlage oder Solarstromanlage genannt, ist ein Sonnenkraftwerk, in dem mittels Solarzellen die in der Sonnenstrahlung enthaltene Sonnenenergie auf direktem Weg in elektrische Energie umgewandelt wird. Diese direkte Art der Energiewandlung bezeichnet man als Photovoltaik. Demgegenüber arbeiten andere Sonnenkraftwerke (z. B. solarthermische Kraftwerke) über die Zwischenschritte Wärmeenergie und mechanische Energie.

Anlage am Kurt-Huber-Gymnasium

Eröffnung der PV-Anlage auf dem Dach des KHG
 

Standort:
Leistung:
Modulfläche:
Module:
Wechselrichter:
Jahresertrag:
CO2-Minderung:

Betreiber:
Inbetriebnahme:

Kurt-Huber-Gymnasium
25,1 kWp
ca. 187 m2
201 (Polykristalline Zellen)
5
ca. 23.600 kWh
ca. 16.500 kg/Jahr

Würmtaler Innovative Energien e.V.
Mai 2005

Am 06. Aug. 2004 gründete sich eine Gesellschaft des bürgerlichen Rechts. Die Gesamtinvestition von 132.000 Euro wurde von 19 Anteilseigner/innen mittels 88 Anteilen (à 1.500 Euro) erbracht.

In den ersten zwei Monaten wurden 8.800 kWh erzeugt. In den nächsten 20 Jahren können nahezu 500.000 kWh Strom produziert und damit über 300 Tonnen CO2-Emissionen eingespart werden. Über die gesetzliche Einspeisevergütung (54,5 Cent/kWh) sollen ca. 272.000 Euro erwirtschaftet, und an die Beteiligten ausgezahlt werden.

PDF Ertrag der Anlage von 2005 bis 2011

Homepage des Betreibers: http://www.we-park.de

 

Anlage an der Grundschule Gräfelfing

 

Standort: 
Leistung:
Modulfläche:
Ausrichtung:
Neigung:
Module:
Wechselrichter:
Jahresertrag:
CO2-Minderung:
Betreiber:
Planer:
Errichter:
Inbetriebnahme:

Grundschule Gräfelfing
84,24 kWp + 16,20 kWp
n.n.
55° Ost
10°
648 x SF 130/2-13  + 120 x SF135
9 x SMC 8000 T + 3 x SB 5000TL
ca. 90.000 kWh
ca. 63.000 kg/Jahr
Gemeinde Gräfelfing
W+H Ingenieurplanung, München
HBS Elektrobau GmbH, Oettersdorf
Mai 2007 + Juli 2009

Im Zuge des Neubaus der Grundschule Gräfelfing in den Jahren 2006-07 wurde von Anfang an eine große Photovoltaikanlage in die Planung mit einbezogen. Auf dem Bauabschnitt 1, dem Haupttrakt der neuen Schule, wurde eine PV-Anlage mit insgesamt 84,24 kWp errichtet.
Im Jahr 2009 wurde die Anlage um 16,2 kWp erweitert, als der 3. Bauabschnitt der Schule (Verlängerung des Haupttraktes) fertiggestellt war. Somit sind auf der Grundschule mittlerweile ca. 100 kWp installiert, was die Anlage zur zweitgrößten der Gemeinde Gräfelfing macht.
Auswertung Aktuelle Leistungs- und Ertragsdaten der PV-Anlage an der Grundschule Gräfelfing
 

Anlage an der Volksschule Lochham


 

Standort:
Leistung:
Modulfläche:
Module:

Wechselrichter:

Jahresertrag:
CO2-Minderung:
Betreiber:
Planer:
Ausführung:
Inbetriebnahme:

Volksschule Lochham
13.3 kWp + 27,3 kWp
104 m2 + 295m2
62 x Solar World SW 215 plus
+ 150 Solyndra SL-001-182
2 x SB 5.000 TL HC, 1 x SB 2.500
+ 2 x Fronius IG Plus 120V
ca. 12.500 kWh + ca. 27100 kWh
ca. 8.750 kg/Jahr + ca. 27.100 kg/Jahr
Gemeinde Gräfelfing
Alfred Huttner Projektierung
Elektro Glas GmbH
Dezember 2007 + November 2011

Im Jahr 2007 wurde die erste Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des neu errichteten südlichen Anbaus der Volksschule Lochham errichtet. Aufgrund des Flachdachs mussten die Module aufgeständert werden. Wegen der zahlreichen Dachaufbauten konnte nur eine relativ kleine Fläche des Daches genutzt werden. Auch der Schattenwurf der Aufbauten musste hierbei beachtet werden.
Im Jahr 2011 folgte die Erweiterung der PV-Anlage auf das sanierte Dach des südlichen Schultraktes. Hierbei wurde eine Anlage mit 27,3 kWp errichtet, sodass nunmehr insgesamt ca. 50,5 kWp auf der Volksschule installiert sind.

Lärmschutzwand an der A96

PV-Anlage an der A96

Standort:
Leistung:
Modulfläche:
Module:
Wechselrichter:
Jahresertrag:
CO2-Minderung:
Betreiber:
Planer:
Ausführung:
Inbetriebnahme:

A96 an der Josef-Schöfer-Brücke
103 kWp
762 m2
607 x BP 3170 (Polykristalline Zellen)
12 x SMC 8000 TL
ca. 100.000 kWh
ca. 70.000 kg/Jahr
Gemeinde Gräfelfing
W+H Ingenieurplanung, München
Elektrotechnik T. Bestla
Dezember 2007

Als im Zuge des Ausbaus des Autobahndreiecks München-Freiham die Lärmschutzwälle und -wände entlang der A96 westlich des Tunnels Gräfelfing geplant und errichtet wurden, vereinbarte die Gemeinde Gräfelfing mit der Autobahndirektion Südbayern eine Nutzung der nördlichen Lärmschutzwände für eine Photovoltaikanlage. Im Laufe des Jahres 2007 wurde die bislang größte Anlage der Gemeinde Gräfelfing errichtet. Für diese Freiflächenanlage waren besondere technische und statische Vorkehrungen zu treffen.

Auswertung Aktuelle Leistungs- und Ertragsdaten der PV-Anlage an der A96
 

Anlage an der Freiwilligen Feuerwehr

PV-Anlage auf dem Feuerwehrgerätehaus

Standort:
Leistung:
Ausrichtung:
Neigung:
Module:
Wechselrichter:
Jahresertrag:
CO2-Minderung:

Betreiber:
Planer:
Ausführung:
Inbetriebnahme:

Feuerwehrgerätehaus
16,24 kWp
30° West
30° Nord
116 x Solarwatt M 140-36 monokristallin
3 x SB 5000 TL HC Multi
ca. 16.000 kWh
ca. 11.200 kg/Jahr

Gemeinde Gräfelfing
W+H Ingenieurplanung, München
HBS Elektrobau, Oettersdorf
Dezember 2008

Im Jahr 2008 wurde an das Feuerwehrgerätehaus ein Anbau errichtet, welcher den gestiegenen Platzbedarf der Feuerwehr decken sollte. Den Abschluss des neuen Traktes bildet ein Übungsturm mit mehreren Ebenen.
Bei diesen Arbeiten wurde außerdem über den Ausfahrttoren der Fahrzeughalle eine PV-Anlage in Form eines vorgelagerten Sonnenschutzes aufgebracht.
Die nach Norden ausgerichtete Dachfläche des Feuerwehrgerätehauses erlaubte lediglich diese Lösung mit einer 16,24 kWp-Anlage.

Auswertung Aktuelle Leistungs- und Ertragsdaten der PV-Anlage auf dem Feuerwehrgerätehaus
 

Anlage auf dem Seniorenheim St. Gisela

Neubau St. Gisela

Standort:
Leistung:
Modulfläche:
Ausrichtung:
Neigung:
Module:
Wechselrichter:
Jahresertrag:
CO2-Minderung:

Betreiber:
Planer:
Ausführung:
Inbetriebnahme:

Caritas Seniorenzentrum St. Gisela
38,9 kWp
278 m²
Süd
25°
60169 x IBC PolySol 230LS
3 x IBC Servemaster 12500TL
ca. 40.000 kWh
ca. 28.000 kg/Jahr

Gemeinde Gräfelfing
W+H Ingenieurplanung, München
HBS Elektrobau GmbH, Oettersdorf
August 2011

Beim Neubau des Senioren- und Pflegeheims St. Gisela an der Pasinger Straße 23 vereinbarte die Gemeinde Gräfelfing mit dem Träger und Bauherrn der Einrichtung, der Caritas, die Nutzung des Daches für eine Photovoltaikanlage. Die Anlage ging im August 2011 in Betrieb, mehrere Wochen vor Fertigstellung des Neubaus.

 

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