Baumschutz an der Würm: Rundgang mit Biberberater Thomas Bernt

26.01.2016

Im Winter benötigen Biber als Nahrung Rinde und Äste, da es wenig Frisches gibt. Vorwiegend holen sie sich Gebüsch und kleine Bäumchen, manchmal wird aber auch an größeren Bäumen genagt. Besonders schützenswerte Bäume entlang der Würm, die in den Verantwortungsbereich der Gemeinde fallen, werden daher vom Betriebshof mit Drahthosen versehen. Um sich ein Bild von der aktuellen Lage zu machen und dementsprechend weitere Schutzmaßnahmen ergreifen zu können, gingen die Leiterin des Sachgebiets Umwelt Lydia Brooks und der Baumschutz-Beauftragte Roland Strecker am vergangenen Freitag mit dem Biberberater Thomas Bernt die Würm ab. Dieser ist seit 2014 bestellter Biberberater des Landkreises München für die Gemeinden im Westen und Süden des Landkreises. Bei Fragen zum Baumschutz oder zu Bibern allgemein kann man ihn auch kontaktieren: 089 / 79 36 78 47; E-Mail: thbernt@aol.com.

Bäume, die sich auf Privatgrundstücken befinden, müssen allerdings von den Eigentümern selbst geschützt werden. Wer ein Grundstück an der Würm mit Bäumen besitzt, sollte darum seine Bäume im Auge behalten - und im Zweifelsfall mit biberfestem Anstrich, Drahthosen oder sonstiger Schutzummantelung versehen. Hinweise gibt der auch der Landkreis München, der ein Bibermanagement anbietet.

Fachkundigen Rat erhalten Grundstücksbesitzer ebenfalls von der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt. Zuständig ist Michael Wagner. Er ist unter Tel.: 089 / 6221-2367 für Fragen erreichbar.

Biber sind übrigens zwar nicht die besten Freunde der Bäume, aber ihre Dämme haben auch Gutes: Sie tragen z. B. zur Kappung von Hochwasserspitzen bei, fördern die Grundwasserneubildung und schaffen neue Lebensräume für eine Vielzahl an seltenen und bedrohten Arten, z. B. für Frösche und Molche, Kleinfische, zahlreiche Libellenarten, den Eisvogel oder die Ringelnatter. Viele Sympathiepunkte für den pelzigen Flussbewohner!