Gräfelfinger Mobilfunkkonzept geht in die Umsetzung

01.02.2017

Ein erster großer Schritt zur Realisierung des Gräfelfinger Mobilfunkkonzeptes ist gelungen: Das Landratsamt hat den Bauantrag für einen Masten nördlich des TSV an den S-Bahn-Gleisen außerhalb der Wohngebiete genehmigt.

Der geplante Mast in der Nähe des TSV Geländes wird ein möglichst filigranes Erscheinungsbild trotz seiner Höhe von ca. 40 Metern aufweisen. Dies wird durch eine Stahlgitter-Bauweise und den Verzicht auf massive Aufbauten erreicht. Die Position so nah wie möglich an der Bahnlinie und so weit wie möglich im Norden des kleinen Wäldchens reduziert die optische Beeinträchtigung auf ein Minimum.

Das Gräfelfinger Mobilfunk-Konzept

Bereits seit über fünfzehn Jahren verfolgt die Gemeinde das sogenannte Gräfelfinger Modell in Sachen Mobilfunk. Es geht zurück auf eine Initiative von über 800 Bürgerinnen und Bürgern. Diese haben Anfang der 2000-er Jahre von der Gemeinde die Erstellung eines Konzepts zur kommunalen Mobilfunkplanung aus Gründen des Gesundheitsschutzes gefordert.

Das von der Gemeinde nach gründlicher gutachterlicher Ermittlung erstellte Konzept regelt, dass kleinere Mobilfunkantennen auf Privatgebäuden in den Bebauungsplänen untersagt werden. Stattdessen werden den Mobilfunkbetreibern Standorte für größere Masten möglichst außerhalb der Wohngebiete angeboten. Dieses Konzept ist inzwischen durch die Gerichte anerkannt und in den Gräfelfinger Bebauungsplänen festgesetzt geworden.

Einige Nachbargemeinden im Würmtal wollen es übernehmen und es wird über eine gemeinsame interkommunale Mobilfunkplanung nachgedacht.