Neuer Gemeinderat vereidigt: Hans-Joachim Kramer (AIG) folgt auf Hans Furbach

26.07.2017

In der Gemeinderatssitzung vom 25. Juli 2017 vereidigte Bürgermeisterin Uta Wüst ein neues Mitglied des Gemeinderats. Hans-Joachim Kramer rückt für die Anliegerinitiative Gartengemeinde (AIG) an die Stelle von Hans Furbach, der krankheitsbedingt ausgeschieden ist.

Aus persönlichen Gründen legte Gemeinderatsmitglied Hans Furbach (AIG) sein Mandat nach eineinhalb Legislaturperioden zum 30. Juni nieder. In der Sitzung des Gemeinderats vom 27. Juni 2017 wurde er von Bürgermeisterin Uta Wüst verabschiedet. Sie dankte Hans Furbach für sein langjähriges Engagement für Gräfelfing, mit dem er viel erreichen konnte. Als Abschiedsgeschenk erhielt er die Figur eines traditionellen Moriskentänzers.

Hans-Joachim Kramer (AIG-Listenplatz acht) ist Diplom-Finanzwirt und Steuerberater. Er arbeitete als Dozent an der Fachhochschule Herrsching sowie als Honorarprofessor in den neuen Bundesländern. Seit 2002 leitet er eine Steuerberatungsgesellschaft in der Bahnhofstraße.

Er lebt schon seit 1982 in Gräfelfing und kennt die Gemeinde und ihre Themenstellungen gut. Schon als Kind und Jugendlicher besuchte er regelmäßig seinen Onkel in Lochham und lernte die Gartenstadt mit ihren großzügigen Grünflächen kennen und schätzen. Bereits damals nahm er die hohe Lebens- und Freizeitqualität wahr – der Grundstein dafür, dass er sich später konsequent politisch für deren Erhaltung einsetzte.

Als Mitbegründer der AIG liegen ihm die Themen Lärmbelastung durch die Autobahn, Kampf gegen zu starke Nachverdichtung, Schaffung von bezahlbarem Wohnraum und Erhaltung der Wohnqualität am Herzen. „Gräfelfing ist sehr lebenswert“, so Kramer. „Das müssen wir unbedingt erhalten, auch wenn der Siedlungsdruck sehr hoch ist – ohne gleichzeitig die Bereitstellung von Wohnraum zu vernachlässigen. Um dem heutigen starken Berufspendlerverkehr entgegen zu wirken, müssen die Menschen da wohnen, wo sie arbeiten. Dazu ist es wichtig, dass sich eine Kommune darüber Gedanken macht, wie sie günstigen Wohnraum für ihre Bürger schaffen kann – städtebaulich verträglich, ohne den Gartenstadtcharakter zu verlieren.“

In die aktuellen Themen, die derzeit den Gemeinderat beschäftigen, müsse er sich noch einarbeiten, so Kramer. Der 72-Jährige ist verheiratet und hat vier Kinder. Geboren wurde er in Gera / Thüringen, schon mit fünf Jahren zog er jedoch mit seiner Familie zurück nach München und lebte bis 1969 in der Innenstadt sowie in Obermenzing bevor er ins Würmtal zog.