Coronavirus im Landkreis München - Gesundheitsamt ständig im Einsatz

09.03.2020

Bereits seit Januar beschäftigt das neuartige Coronavirus insbesondere die Mitarbeiter des Gesundheitsamts im Landratsamt München. Die deutschlandweit ersten Infizierten mit dem neuartigen Virus traten in einem Würmtaler Unternehmen auf. Auch im Landkreis München war eine Person betroffen. Seitdem steht das Ermitteln von Kontaktpersonen, die telefonische Überprüfung häuslicher Isolationen, die Beratung von besorgten Bürgern, Ärzten, Firmen, Veranstaltern und Kommunen auf der Tagesordnung des Gesundheitsamts.

In den Faschingsferien hat die zweite Infektionswelle den Landkreis München erreicht. Aktuell ist bei sieben Landkreisbürgern (Stand: 6.3.2020, 17.00 Uhr) – einem Vater und seiner Tochter, einem weiteren Kind sowie weiteren vier Erwachsenen – das Virus nachgewiesen worden.

Bürgertelefon ab Montag
Aktuell wird ein Bürgertelefon eingerichtet, um die Vielzahl der Fragen an das Gesundheitsamt besser zu kanalisieren und für die Bürgerinnen und Bürger eine schnellere Erreichbarkeit zu gewährleisten. Das Bürgertelefon ist ab kommendem Montag immer montags bis freitags von 9:00 bis 16:00 Uhr unter der 089/6221-1234 erreichbar.

Aktuelle Informationen immer online verfügbar
Um die Bevölkerung möglichst umfassend zu informieren, hat das Landratsamt alle einschlägigen Informationen übersichtlich und knapp auf einer Sonderseite zusammengestellt. Unter www.landkreis-muenchen.de/coronavirus  können sie rund um die Uhr abgerufen werden.

Klar geregeltes Vorgehen im Erkrankungsfall
Das Verfahren im Falle des Auftretens des Virus ist nach überregionalen Regeln festgelegt. Der betroffene Patient wird untersucht und je nach Gesundheitszustand in häusliche Quarantäne oder auch ins Krankenhaus geschickt. Die unmittelbar mit dem Patienten in Kontakt stehenden Personen werden auf Symptome und das Virus getestet und zunächst ebenfalls in häusliche Quarantäne geschickt.

Nach einer positiven Testung wird der Fall dem zuständigen Gesundheitsamt gemeldet. Diese meldet die Fälle anschließend an das Bayerische Gesundheitsministerium, welches regelmäßig eine gesammelte Übersicht über ganz Bayern veröffentlicht. „Uns ist bewusst, was Maßnahmen wie die Schließung von Einrichtungen sowie Quarantänemaßnahmen für Betroffene bedeuten, doch es ist uns wichtig, Ansteckungspotenziale so gering wie möglich zu halten – unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben sowie mit dem nötigen Augenmaß“, so Gesundheitsamtsleiter Dr. Gerhard Schmid. „Dabei dürfen wir nicht die Augen davor verschließen, dass sich möglicherweise noch mehr Corona-Fälle anschließen werden – denn die Inkubationszeit beträgt rund 14 Tage“, so Schmid weiter.

Gesundheitsamt im Dauereinsatz
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheitsamt arbeiten mit vollem Einsatz, um die Infektionsketten zu unterbrechen. Ärztinnen und Ärzte sowie weitere Beschäftigte sind derzeit bis spätabends oder auch teilweise in der Nacht und am Wochenende auf den Beinen bzw. am Telefon.
Gerade deshalb ruft das Landratsamt noch einmal dazu auf, dass jeder Einzelne auf sich und seine Mitmenschen achtet und dabei vor allem allgemeine Hygieneregeln einhält.

Insbesondere von Bedeutung ist ein ausreichender Abstand zueinander (1,5 bis 2 Meter), das Husten und Niesen in die Armbeuge, das regelmäßige und gründliche Waschen der Hände mit Seife und die besondere Vorsicht und Umsicht im Umgang mit alten und geschwächten Menschen. Letzteren gilt auch ein besonderes Augenmerk in der vorsorgenden Arbeit des Landratsamts, insbesondere durch Aufklärung und Beratung der Alten- und Pflegeeinrichtungen und der Prüfung aller möglichen Infrastruktur zur geschützten Unterbringung einzelner Betroffener im Falle der Ausbreitung des Virus in Einrichtungen.
Das Gesundheitsamt hat bereits eine Handreichung für Kindertagesstätten sowie Pflegeeinrichtungen ausgearbeitet, um den Verantwortlichen übersichtlich und strukturiert Leitlinien an die Hand zu geben. Die Merkblätter gibt es auch zum Download unter www.landkreis-muenchen.de/coronavirus .

Koordinierungsstab eingerichtet
Ein Koordinierungsstab „Coronavirus“, bestehend aus dem Landrat und leitenden Mitarbeitern aller Geschäftsbereiche, ist verantwortlich für die Koordinierung notwendiger Maßnahmen, die je nach Lage im Landkreis oder Landratsamt München erforderlich sind.
„Wie sich die Situation weiter entwickeln wird, kann zum jetzigen Zeitpunkt nur schwer abgeschätzt werden. Ich bin sehr froh, dass es bislang zu keinen schwerwiegenden Erkrankungen unter den Landkreisbürgern kam. Wir tun alles dafür, um die Infektionsketten bestmöglich zu unterbrechen. Dies gelingt nur durch das immense persönliche Engagement der Beschäftigten und ihrer Bereitschaft und großen Professionalität, flexibel auf jede Situation zu reagieren. Mein Dank gilt dabei an erster Stelle den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im staatlichen Gesundheitsamt, die Immenses leisten, aber auch allen anderen Beschäftigten meines Hauses und der Landkreiskommunen. Auch danke ich im Besonderen allen Hausärzten im Landkreis München für ihre Unterstützung und die hervorragende Zusammenarbeit“, so Landrat Christoph Göbel.

Maßnahmen im Landratsamt
Für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat das Landratsamt eine Handreichung zusammengestellt sowie eine eigene Dienstanweisung erlassen. Diese regelt unter anderem, wie sich Beschäftigte zu verhalten haben, die sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben, aber keinerlei Symptome zeigen und bei denen es somit aus infektionsschutzrechtlichen Gründen keine Veranlassung gibt, dem Dienst fern zu bleiben. Zudem wurden in allen Liegenschaften Schilder aufgehängt, die dazu anregen, auf einen Handschlag zur Begrüßung zu verzichten.

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