29.05.2019

Feierliche Enthüllung der Gedenktafel zu Ehren von Mirok Li

Am vergangenen Dienstag, dem 28. Mai, wurde die Gedenktafel zu Ehren des koreanischen Schriftstellers Dr. Mirok Li im Rahmen einer feierlichen Zeremonie enthüllt.

Mirok Li hat von 1937 bis 1950 in Gräfelfing gelebt und geschrieben. Als junger Mann hatte er sich politisch gegen die japanische Besatzungsmacht in Korea engagiert und musste fliehen, um einer Verhaftung zu entgehen. Über China ist er nach Deutschland und schließlich nach Gräfelfing gekommen.

Der Generalkonsul der Republik Korea, Keum Chang Rok, ist aus Frankfurt angereist, auch eine koreanische Delegation hat der Zeremonie beigewohnt. Keum Chang Rok dankte der Gemeinde dafür, dass sie stets ein offenes Ohr für die Anliegen des Dr. Mirok Li Gedächtnisvereins hat und für den Platz, an dem nun die Gedenktafel für Mirok Li zu finden ist. In Korea gilt dieser noch immer als bedeutender Schriftsteller und seine Literatur sei auch geeignet gewesen, den Menschen in Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg Trost zu spenden.

Die Vorsitzende des Mirok Li Gedächtnisvereins, Park Kun, würdigte die Verdienste von Mirok Li als Botschafter der koreanischen Kultur in Deutschland und freut sich, dass sein Gedenken nun einen Platz mitten in Gräfelfing hat – dem Ort, in dem er seine letzten Lebensjahre verbracht hat und in dem er gestorben ist. Ein wichtiges Vermächtnis von ihm sei die Eigenschaft, anderen Menschen stets mit Liebe und Respekt zu begegnen.

Bürgermeisterin Uta Wüst erläutert, wie der Platz für die Gedenktafel gefunden wurde: „An dieser Stelle ist Mirok Li auf dem Weg zu Prof. Kurt Huber, mit dem er gut befreundet war, oft vorbeigegangen. Durch den Sichtbezug zwischen beiden Gedenktafeln am Beginn der Prof.-Kurt-Huber-Straße sind die zwei Freunde auch im Andenken an sie verbunden. So können sie symbolisch stehen für die Freundschaft zwischen Deutschland und Südkorea.“