Großprojekt Dreifachsport- und Schwimmhalle: Aktueller Stand

Der Lochhamer Schulcampus kann sich auf ein kombiniertes Sport- und Schwimmzentrum freuen, das sich auf der letzten Zielgeraden befindet. Noch im Mai soll es losgehen mit einer ersten Test- und Inbetriebnahmephase, die mit der Turnhalle beginnen wird. Zunächst werden nur die Schulen und Vereine die Sporthalle testen. Rund um Pfingsten soll es dann mit Vereinen und Schulen in der Schwimmhalle weitergehen, im September nach den Sommerferien erfolgt die offizielle Eröffnung auch für die Gräfelfinger Bevölkerung. Die Hallen werden mit einer aufwändigen Technik ausgerüstet. Das Zusammenspiel und die Abläufe müssen gründlich getestet und eingespielt werden. Auf einem Rundgang erläuterte Architekt Fredi Botz, Standortleiter München für Dietrich Untertrifaller, kurz DTFLR, den aktuellen Stand der Arbeiten und führte durch die bereits fertiggestellten Bereiche wie die Turnhalle, den Eingangsbereich, die Boulderwand, den Sprinttunnel und den Mehrzweckraum. Außerdem wurde von Bauherrenberater Clemens Pollok das neue Logo der Hallen präsentiert.

„Viele Arbeiten laufen derzeit parallel“, so Architekt Fredi Botz. „Im Schwimmbad werden gerade die Fliesen gelegt, demnächst startet ein erster Probebetrieb der Schwimmbadtechnik sowie eine Füllung des Beckens, das ja bereits installiert ist. Auch die Lüftungs- und Messtechnik muss ausgiebig getestet werden.“ 

„Die Durchführung der verschiedenen Testungen ist auch zwingend notwendig, um die avisierten KfW-Förderungen zu erhalten“, ergänzt Markus Ramsauer, Leiter der Bauverwaltung im Rathaus.  

Von außen sieht die Halle schon weitgehend fertig aus und auch im Eingangsbereich sowie in der Dreifeldhalle hat sich in den letzten Wochen sehr viel getan, so dass der Eindruck der holzbetonten, lichtdurchfluteten Architektur mit dem gelungenen Zusammenspiel von Innen- und Außenraum schon gut erkennbar ist. „Die vertikale Lamellenstruktur des Holzes korrespondiert mit den umgebenden Bäumen“, betont Architekt Fredi Botz. Die Halle liegt eingebettet im Grünraum und durch die großen Fensterflächen wird der Wechsel der Jahreszeiten auch immer Inneren wahrnehmbar. „Holz als Hauptkonstruktionsmaterial schafft eine hohe Aufenthaltsqualität im Innenbereich und speichert gleichzeitig CO2. Mit dem begrünten Dach geben wir der Natur die Fläche des Bauwerks wieder zurück und leisten einen Beitrag zur Artenvielfalt“, so Botz. 

„Es ist mir heute wichtig, zu zeigen, wie weit wir sind und was der Gemeinderat in den letzten sechs Jahren zusammen mit der Verwaltung bewegt hat. Das Ergebnis kann sich sehen lassen“, lobt Bürgermeister Peter Köstler. „Die Sporthalle ist so gut wie fertig, inklusive aller Nebenräume. Der Sprinttunnel sowie der Gymnastik- und Mehrzweckraum sind fertig, außerdem die Boulderwand und die Umkleiden. Auch die Signaletik ist zum größten Teil schon angebracht. Bald geht es in die Nutzungsaufnahme. Ich bedanke mich bei allen Beteiligten, vor allem natürlich bei den verantwortlichen Architekten von Dietrich Untertrifaller, bei der Firma Wenzel & Wenzel, die die Bauleitung innehat, sowie bei den Kollegen, die heute schon den täglichen zukünftigen Betrieb vorbereiten. Ein besonderer Dank geht an Architekt Clemens Pollok, der das Projekt als Bauherrenberater seit nun bald schon zehn Jahren begleitet – von ersten Ideen im Gemeinderat bis heute in der Bauausführung. Sie haben das Projekt ausgesprochen bereichert mit Ihrer Erfahrung und Ihrer Kompetenz.“ 
 

Architektonische Akzente

Das bereits weitgehend fertiggestellte Foyer zwischen Turn- und Schwimmhalle soll ein Treffpunkt und Ort der Gemeinschaft werden. Eine lockere Sitzmöblierung ist vorgesehen. „Wir haben hier im Foyer zahlreiche Durchblicke und Sichtbeziehungen, vom Foyer in die beiden Hallen und hinaus in den Grünraum. Dadurch entsteht ein Miteinander der Sportlerinnen und Sportler“, so Fredi Botz. 

Die Sporthalle, die bald einsatzbereit sein wird, ist allerdings nicht als Zuschauerhalle konzipiert, sie hat bewusst keine Tribüne. „Auf dem Schulcampus gibt es bereits eine Halle mit Tribüne“, so Peter Köstler. „Für Wettkämpfe und zuschauerträchtige Ereignisse wird dann die bereits bestehende Halle genutzt.“ 

Besonders beeindruckend ist der 70 Meter lange Sprinttunnel im Untergeschoss, der durch Oberlichter dennoch Tageslichtbezug aufweisen kann. Alles ist ausgekleidet mit hochwertigen Holzpaneelen, die auch akustisch optimiert sind. Im bereits fertiggestellten Gymnastik- und Mehrzweckraum wurde ein modernes Multimediasystem eingebaut. 

Die rund 1.300 Quadratmeter große Dreifeldhalle ist in einzelne Hallen modular abteilbar. Zusätzlich zur Boulderwand im Foyerbereich befindet sich in der Halle auch eine acht Meter hohe große Kletterwand, die allerdings nur von fachkundigen Gruppen genutzt werden darf.  
 

Die Dreifachturn- und Schwimmhalle hat ein eigenes Logo

3SH prangt in großen Lettern auf der Stele vor den Hallen. „Auf dem Schulcampus hat jede Schule und jeder Gebäudekomplex eine Buchstabenabfolge als Alleinstellungsmerkmal“, erläutert Clemens Pollok. Für das Kurt-Huber-Gymnasium lautet die Gebäudeabfolge „MYKHG“. „3SH“ steht für „Dreifachsport- und Schwimmhalle“. 

Auch die Außenbepflanzung ist schon weitgehend fertig. „Unser Schwerpunkt liegt dabei auf Baum-Solitären“, so Pollok. „Sträucher kommen nach und nach.“ 

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