Die vierte Sitzung des Gemeinderates in diesem Jahr war zugleich seine letzte für diese Amtsperiode. Aus diesem Grund wurden am Dienstag, 28. April 2026, als letzter Tagesordnungspunkt der öffentlichen Sitzung die Gemeinderätinnen und Gemeinderäte verabschiedet, die laut Wahlergebnis oder persönlicher Entscheidung dem nächsten Gemeinderat nicht mehr angehören werden. Insgesamt sind es acht Mitglieder, die ausscheiden. Offizieller Beginn der neuen Amtsperiode ist am 1. Mai, die konstituierende Sitzung des neuen Gemeinderats findet am Dienstag, 5. Mai, 19.15 Uhr, im Sitzungssaal statt.
„Unsere Wahlperiode geht zu Ende mit dem heutigen Tag der Sitzung, mit der letzten öffentlichen Gemeinderatssitzung in der alten Zusammensetzung“, so Bürgermeister Peter Köstler. „Daher möchte ich es mir nicht nehmen lassen, einen kurzen Blick zurück auf die letzten sechs Jahre zu werfen. Wir sind in diesen Gemeinderat sehr ungewöhnlich gestartet – mitten hinein in die Corona-Pandemie, mit allem, was es zu beachten gab, auch für die Sitzungen und Abläufe. Die Rahmenbedingungen waren herausfordernd. Dazu kam der aufwändige Umbau des Rathauses, die Bürgerhaus-Sanierung, die Energiekrise. Wir mussten Energie sparen, bis dahin, dass die Heizungen gedrosselt wurden. Die letzten sechs Jahre hatten es in sich. Wir haben vieles angepackt, auch viele sehr zukunftsweisende Projekte wie beispielsweise die Geothermie. Auch das Thema Mobilität haben wir sehr stark in den Fokus genommen, nicht zuletzt durch die Einführung eines neuen Referats. Das Mobilitätskonzept kam in die Umsetzung. Viele Projekte konnten realisiert werden wie der Wasserspielplatz, der Fitness-Parcours, die Urnenwand am Friedhof oder der Neubau des Pflegeheims der fünften Generation am RMG. Gemeinsam mit Ihnen allen haben wir das umgesetzt. Für diese herausragende und konstruktive Arbeit der letzten sechs Jahre möchte ich mich ganz herzlich bedanken. Ich freue mich, dass ich diese Arbeit fortsetzen kann – und zwar im Konsens auf Augenhöhe. Damit geben wir ein sehr gutes Beispiel für fruchtbare politische Arbeit.“ Neben den Gemeinderäten dankte Peter Köstler auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Rathaus und in den Außenstellen für ihren Einsatz und ihre Unterstützung in den vergangenen sechs Jahren.
„Wir alle haben nur ein Mandat auf Zeit.“ – Verabschiedung von acht Gemeinderatsmitgliedern
„Die Zukunft hängt davon ab, was wir heute tun“, so zitierte Peter Köstler. „Mit diesem Gedanken verabschieden wir heute einige Kolleginnen und Kollegen aus dem Gemeinderat, die über viele Jahre hinweg genau das getan haben: Sie haben Verantwortung für das „Heute“ übernommen – und damit Zukunft gestaltet. Kommunalpolitik ist kein Amt im Rampenlicht. Sie findet nicht in großen Schlagzeilen statt, sondern hauptsächlich in unserem Sitzungssaal, bei Ortsterminen, in Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern, in Abwägungen, die oft komplex sind und Zeit, Geduld und Überzeugungskraft verlangen. Wer sich hier engagiert, tut dies aus echter Verbundenheit mit seiner Heimat und aus dem Wunsch heraus, das Lebensumfeld für alle besser zu gestalten – für Infrastruktur, Bildung, Kultur, Soziales, Umwelt, Vereine und vieles mehr. Es sind acht Gemeinderätinnen und Gemeinderäte, die in der nun beginnenden Amtsperiode nicht mehr mit uns gemeinsam Beschlüsse fassen werden. Ich möchte mich bei Ihnen allen bedanken – für Ihre Zeit, Ihre Energie und alles, was wir gemeinsam erreicht haben. Sie haben unsere Gemeinde mit Herz, Verstand und Weitblick mitgestaltet. Herzlichen Dank dafür.“
Dem Gremium nicht mehr angehören werden in der nächsten Amtsperiode:
Katharina Weber (Grüne, 1996 – ausgeschieden zw. 2005 und 2014)
Günter Roll (BVGL, 2002)
Brigitte Braun (CSU, 2003)
Dr. Dr. Petra Schmid (CSU, 2014)
Ulrike Tuchnitz (Grüne, 2020)
Prof. Dr. Gerhard Mengedoht (Grüne, 2020)
Lion Buro (IGG, 2020)
Anette Rosellen (IGG, 2020)
Die Gemeinderäte, die nun mit Ablauf des Monats ausscheiden, verabschiedete Peter Köstler in der Reihenfolge nach ihrem Dienstalter.
Alle ausscheidenden Gemeinderäte erhielten gemäß der Tradition als Abschiedsgeschenk einen geschnitzten Moriskentänzer als Erinnerung an ihr ehrenamtliches Engagement.
Günter Roll, der nicht nur als Gemeinderat ausscheidet, sondern auch als Sozialrefernt (seit 2008) und als Beauftragter für Inklusion (seit 2016) ergriff zum Ende noch das Wort und bedankte sich bei der Verwaltung sowie bei seinen Kolleginnen und Kollegen im Gemeinderat für die allzeit gute Zusammenarbeit, für hervorragende Beschlussvorlagen und Sachstandsberichte und für die konstruktive und sachbezogene Arbeit. „Dem künftigen Gemeinderat wünsche ich Weitsicht und ein glückliches Händchen für unser Gräfelfing.“




