Geothermie in Gräfelfing: Neue Broschüre informiert über Fortschritte und nächste Bauphasen

Die Vorbereitungen auf dem Bohrplatz sind weitestgehend abgeschlossen – nun informiert die Gemeinde mit einer neuen Broschüre über die nächsten Schritte: Diese Woche erhalten alle Gräfelfinger Haushalte die Information per Posteinwurf. Sie gibt einen Überblick über den aktuellen Projektstand, stellt die nächsten wichtigen Baumaßnahmen für das Fernwärmenetz vor und ruft Eigentümerinnen und Eigentümer entlang des Kernnetzes dazu auf, ihr Interesse an einem Fernwärmeanschluss zu bekunden.

Das Geothermie-Projekt mit der Errichtung des Fernwärmenetzes, das die Wärme zu den Endverbrauchern bringt, ist das größte Infrastrukturvorhaben in der Geschichte der Gemeinde. Die Umsetzung erstreckt sich über viele Jahre und erfordert Investitionen in Millionenhöhe, für die die Gemeinde eine Förderung in Höhe von 62 Mio. Euro bekommt, was einem Anteil von 40 Prozent an den geschätzten Gesamtkosten entspricht. 

„Die Fernwärme aus Geothermie ist ein wichtiger Baustein für eine nachhaltige und klimafreundliche Energieversorgung in Gräfelfing. Gemeinsam mit unseren weiteren Projekten im Bereich der erneuerbaren Energien macht sie die Gemeinde widerstandsfähiger und unabhängiger von fossilen Energieträgern und den damit verbundenen geopolitischen Unsicherheiten, die wir in den vergangenen Jahren immer wieder erlebt haben. Ich freue mich daher sehr, dass wir mit energischen Schritten vorankommen. 
Mit der Broschüre möchten wir die Bürgerinnen und Bürger über den aktuellen Stand informieren und alle Interessierten ermutigen, Kontakt mit der Geothermie Gräfelfing aufzunehmen, wenn sie einen Fernwärmeanschluss in Betracht ziehen“, so Bürgermeister Peter Köstler. 

Zum aktuellen Stand: 

Auf dem Bohrplatz sind die Vorbereitungen inzwischen abgeschlossen. Er umfasst eine ca. 18.500 Quadratmeter große Fläche, die zum Teil aus Asphalt und zum Teil aus befestigten Kiesflächen besteht. Es wurden vier 51 Meter tiefe Standrohre gesetzt, die gewährleisten, dass das Grundwasser in 13 bis 17 Metern Tiefe bei den Bohrarbeiten nicht mit Erdreich und Wasser aus anderen Erdschichten in Berührung kommt. 

Vorgesehen sind zwei sogenannte Dubletten, d.h. jeweils ein Bohrloch, über das das Thermalwasser gefördert wird und eins, über das das Wasser wieder zurück in die Tiefe gepumpt wird. 

Zurzeit laufen die Ausschreibungen für die Bohrarbeiten, Bohrbeginn soll im September / Oktober dieses Jahres sein, für jede Bohrung werden ca. drei Monate veranschlagt. Die Bohrarbeiten laufen rund um die Uhr, daher wird für einen entsprechenden Lärmschutz gesorgt. 

Fernwärmenetz: 

Parallel wird das Fernwärmenetz kontinuierlich erweitert. Noch in diesem Monat werden die Arbeiten in der Stefanusstraße und in der Straße Am Haag fertiggestellt.

Ein weiterer Schwerpunkt der Broschüre sind die bevorstehenden Bauarbeiten am Fernwärmenetz und für die Sanierung der Lochhamer Straße, die Anfang August beginnen. Aufgrund der komplexen Bauphasen wird dort eine Einbahnregelung von West nach Ost eingerichtet – vom Kreisverkehr bei der Einmündung der Rottenbucher Straße in Richtung Pasinger Straße. Mehrere Karten in der Broschüre zeigen die jeweiligen Umleitungen für den Bus- und Individualverkehr während der einzelnen Bauphasen.

Im Rahmen eines Pressetermins auf dem Bohrplatz wurde die neue Broschüre vorgestellt, die Projektverantwortlichen erläuterten die bisher getroffenen Vorbereitungen und gaben einen Ausblick auf die nächsten Schritte bis zum Beginn der Bohrungen.

Aktuelle Broschüre Geothermie 

 

Für die Öffentlichkeit gibt es bei der Abschluss-Radtour vom Stadtradeln am 04.07.2026 ab 10.00 Uhr die Möglichkeit, den Bohrplatz zu besichtigen. Treffpunkt ist die Fahrradzählstelle am Peter-Klostermeier-Platz. 

 

Kontakt zur Geothermie Gräfelfing GmbH & Co. KG: 
E-Mail: info@geothermie-graefelfing.de, Telefon: 089 / 38 99 87 11
www.geothermie-graefelfing.de

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