Richtig Kompostieren

Kompostierung ist eine seit Jahrhunderten gebräuchliche Methode, um Nährstoffe und Spurenelemente wieder in den natürlichen Kreislauf zurückzuführen. Mit der richtigen Kompostierung reduzieren Sie Ihre Abfallmengen und leisten einen Beitrag zum Umweltschutz und zur Ressourcenschonung.

Damit Sie einen qualitativ hochwertigen Kompost erhalten, ist nicht das Kompostermodell so entscheidend sondern vor allem:

Standort

Am besten steht der Kompost windgeschützt aber nicht windstill im Halbschatten, bekommt genügend Feuchtigkeit und Sauerstoff, hat Bodenkontakt und hält mindestens 50 cm Abstand vom Nachbarn. Beispielsweise könnte man ihn neben einer Hecke oder unterm Baum platzieren.

Durchmischung

Die zu kompostierenden Materialien müssen gut gemischt werden: also Grobes mit Feinem, Trockenes mit Feuchtem, Nährstoffreiches mit Nährstoffarmen.

Schichtung

Wird der Kompost luftig aufgeschichtet, kann er nicht faulen; wird er zu trocken, hilft gelegentliches Benetzen.Nach sechs Monaten den Kompost umzusetzen und weitere sechs Monate ohne Zugabe von Frischmaterial nachrotten lassen. Dann sind die meisten Bestandteile gut zersetzt – erkennbar ist dies daran, dass der frische Humus nach Waldboden riecht.

Materialien

Kleine Kompostanlagen im eigenen Garten erhitzen sich in der Regel nicht so stark wie große Mieten. Sie erreichen nur Temperaturen bis max. 45°C.  Das hat zur Folge, dass der Zersetzungsprozess und die Hygenisierung langsamer oder nur unvollständig ablaufen. Deswegen ist entscheidend, was auf den Kompost kommt bzw. was auf keinen Fall drauf darf.

Denn ein unzureichend gepflegter Kompost zieht Mäuse, Ratten oder Füchse an!

 

Das darf nicht auf den Kompost

  • jegliche Abfälle tierischer Herkunft (Fleischreste, Mist, Einstreu und Kadaver aus der Kleintierhaltung)
  • Hygieneprodukte (Papiertaschentücher, Windeln)
  • Gekochte Essensreste, Fleisch, Fisch, Fette und Knochen
  • Eierschalen, Geflügelreste und rohes Schweinefleisch
  • Altes Brot
  • kranke Pflanzen (Kohlhernie, Fäule)
  • Samen von Unkräutern

 

Die Qualität des Wertstoffes „Komposterde“ ist von der Qualität des Ausgangsstoffes abhängig. Deshalb gehört auf den Komposthaufen nur Folgendes:

 

Das darf auf den Kompost

  • Gemüseabfälle und Obstreste
  • Fallobst
  • Tee, Kaffeesatz und -filter
  • Küchenpapier (sogenannte Knüll- und Wischpapiere)
  • Holzwolle, Holzhäcksel und Sägemehl von unbehandeltem Holz 
  • Strauch- und Heckenschnitt sowie Stroh möglichst kleingeschnitten oder gehäckselt
  • Frischer Rasenschnitt (stickstoffreiches und wertvolles Kompostgut)

 

Mehr Informationen vom Bayerischen Landesamt für Umwelt zum Thema RICHTIG KOMPOSTIEREN und eine ausführliche Darstellung geeigneter und zu vermeidender Materialien bei der Eigenkompostierung finden Sie als PDF unter:

Den eigenen Kompost aufsetzen

Kompostierung - hygienische Aspekte

Kompost nutzen - Moore schützen

 

Falls Sie Ratten in Ihrem Kompost entdeckt haben, dann lesen Sie sich bitte aufmerksam das Merkblatt PDF Rattenbefall durch.