Kommunale Wärmeplanung startet - Fragen und Antworten

Dank der kommunalen Wärmeplanung erhält die Gemeinde Gräfelfing einen Überblick über die realistischen Möglichkeiten der zukünftigen, nachhaltigen Wärmeversorgung in einzelnen Wohngebieten. Erstellt wird sie für die Gemeinde Gräfelfing von der Energieagentur Ebersberg-München und dem in Rosenheim ansässigen Institut für nachhaltige Energieversorgung (INEV).
Fragen und Antworten
Was ist die kommunale Wärmeplanung?
Die kommunale Wärmeplanung ist ein strategisches Instrument im Bereich der Wärmewende. Sie hilft Städten und Gemeinden dabei, die Umstellung der Wärmeversorgung auf erneuerbare Energien koordiniert und effizient anzugehen. Die Notwendigkeit dieser Umstellung ergibt sich aus dem Wärmeplanungsgesetz und erfordert diese Umstellung bis 2045. Die kommunale Wärmeplanung ist in verschiedene Phasen unterteilt, an deren Ende eine konkrete Umsetzungsstrategie steht.
Was leistet die kommunale Wärmeplanung?
Die kommunale Wärmeplanung …
… weist innerhalb der Gemeinde Teilgebiete aus und zeigt, welche Wärmeversorgungsart in jedem Teilgebiet wie wahrscheinlich ist.
… liefert eine Einschätzung über den zukünftigen Wärmeverbrauch und Wärmebedarf anhand von heutigen Daten, Berechnungen und Abschätzungen.
… liefert eine fundierte Grundlage für Maßnahmen, die eine klimaneutrale Wärmeversorgung ermöglichen.
Was leistet die kommunale Wärmeplanung nicht?
Die kommunale Wärmeplanung …
… bestimmt nicht, dass eine konkrete Art der Wärmeversorgung in einem bestimmten Teil der Gemeinde umgesetzt werden muss.
… liefert keine verpflichtenden Maßnahmen, die umgesetzt werden müssen.
… gibt keine Art der Erzeugung von Wärme vor.
… hat keine rechtlichen Auswirkungen.
Welcher Zeitrahmen gilt für die kommunale Wärmeplanung?
Die kommunale Wärmeplanung wird alle 5 Jahre evaluiert, bewertet und aktualisiert.
Die Wärmeversorgung in der Gemeinde muss bis 2045 klimaneutral sein.
In der kommunalen Wärmeplanung werden die Jahre 2030, 2035 und 2040 als Zwischenziele betrachtet.
Wie sind Bürgerinnen und Bürger von der kommunalen Wärmeplanung betroffen?
Die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde …
… werden über die Ergebnisse der einzelnen Phasen informiert.
… bekommen den kommunalen Wärmeplan als Endergebnis präsentiert.
… sind durch die kommunale Wärmeplanung zu keinen Maßnahmen verpflichtet.
… erhalten von der Gemeinde ein Angebot zum Dialog.
… erhalten Angebote der Gemeinde zur Umsetzung konkreter Maßnahmen, die sich aus der kommunalen Wärmeplanung ergeben.
Beteiligen Sie sich!
Um die kommunale Wärmeplanung möglichst gut an die lokalen Möglichkeiten und die Bedürfnisse ihrer Bürgerinnen und Bürger anpassen zu können, freut sich die Gemeinde über Rückmeldungen von Unternehmen und Gewerbetreibenden, die über Wärmepotenziale verfügen und sich vorstellen können, diese mit dem umliegenden Quartier zu teilen. Auch dürfen sich jederzeit Privatpersonen, die bereits heute eine vorbildhafte Umsetzung der Wärmewende in ihrem eigenen Haus auf den Weg gebracht haben und ihre Erfahrungen gerne teilen oder sich zu einer Sanierung ihres Hauses beraten lassen möchten, an die Mailadresse info@ea-ebe-m.de wenden.
Weiterführende Links zum Thema:
