Untersuchungsbericht zur Erstellung eines gemeindlichen Lärmaktionsplans

Mit der Richtlinie 2002/49/EG vom 25.Juni 2002 über die Bekämpfung von Umgebungslärm hat die Europäische Gemeinschaft ein einheitliches Konzept vorgegeben, um schädliche Auswirkungen und Belästigungen durch Umgebungslärm zu vermindern. Danach sind die Mitgliedstaaten verpflichtet, Lärmkarten zu erstellen und Lärmaktionspläne unter Beteiligung der Öffentlichkeit zu erarbeiten.

Nachdem der Ausschuss für überörtliche Angelegenheiten und Umweltfragen in seiner Sitzung vom 20.03.2014 die Verwaltung beauftragt hatte, die erforderlichen Maßnahmen zur Erstellung eines gemeindlichen Lärmaktionsplans nach § 47d Bundesimmissionsschutzgesetz vorzubereiten und zur weiteren Beratung und Beschlussfassung vorzulegen, wurde daraufhin das Ingenieurbüro ACCON Environmental Consultants mit der Erstellung eines Lärmaktionsplans beauftragt.

Am 8.10.2015 wurde der Untersuchungsbericht öffentlich im Ausschuss für überörtliche Angelegenheiten und Umweltfragen vorgestellt, am 3.12.2015 wurde der Beschluss dazu gefasst. Zunächst ging es darum, die Ergebnisse der LfU-Lärmkartierung zu analysieren und Konfliktbereiche aufzuzeigen. In einem zweiten Schritt sollten dann für die ausgewiesenen Konfliktbereiche Maßnahmen zur Lärmminderung und Lärmvermeidung geplant und auf ihr Lärmminderungspotential hin untersucht werden. Beschlossen wurde auch die Öffentlichkeitsbeteiligung.

Diese begann am 25. November 2016 nach § 47d Abs. 3 des Bundesimmissionsschutzgesetzes (BImSchG)

Gesamte Bekanntmachung der Gemeinde Gräfelfing

vom 25. November 2016, Az.: IV/30-RS

 

3. Runde Lärmaktionsplanung - Februar 2019

Zur Umsetzung der oben genannten Richtlinie erstellt das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV) für die 3. Runde der Lärmaktionsplanung für alle kartierten Hauptverkehrsstraßen im Sinne des § 47b Nr. 3 Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) außerhalb von Ballungsräumen und für Bundesautobahnen in Ballungsräumen eine zentrale Lärmaktionsplanung für Bayern.
Gemäß Artikel 8 Abs. 7 der Richtlinie 2002/49/EG in Verbindung mit § 47d Abs. 3 Satz 2 BImSchG erhält die Öffentlichkeit rechtzeitig und effektiv die Möglichkeit, an der Ausarbeitung und der Überprüfung der Lärmaktionspläne mitzuwirken. Um dem Rechnung zu tragen, erhalten Bürger und Gemeinden die Gelegenheit, in einem zweistufigen Prozess einen Beitrag zur Erstellung der Lärmaktionsplanung der 3. Runde zu leisten.


In der ersten Stufe der Öffentlichkeitsbeteiligung können Bürger und Gemeinden auf der Internetseite www.umgebungslaerm.bayern.de vom 28. Februar – 28. März 2019 zielgerichtete Multiple-Choice Fragen zum Umgebungslärm beantworten, die anschließend im Hinblick auf die Lärmaktionsplanung ausgewertet und analysiert werden.

Öffentlichkeitsbeteiligung im Februar 2019 - Bekanntmachung