Buchbaumzünsler (Diaphania perspectalis)

Der Buchsbaumzünsler (Diaphania perspectalis), ein aus Asien stammender Schmetterling, hat bereits die  Gärten von Gräfelfing erreicht. Innerhalb kürzester Zeit können die Raupen des Zünslers ganze Buchsbäume kahlfressen.

Schadbild

Der Befall tritt anfangs im Inneren der Baumkrone auf und ist deshalb schwer zu erkennen. Erst wenn bereits die äußeren Blätter und Triebe angefressen sind, wird der Schaden sichtbar. Neben den Fraßspuren befinden sich dann auch olivgrüne Kotkrümel und feine Gespinste oder Kokons auf den Blättern oder in der Krone.

Biologie

Die Weibchen legen auf der Blattunterseite ihre Eier ab. Nach wenigen Tagen schlüpfen die Raupen und beginnen die Blätter anzufressen. Die Entwicklungsdauer der Larven beträgt ca. 20 Tage. Die grünen Raupen werden bis zu 5 cm lang. Charakteristisch ist der schwarz-weiß gestreifte Rücken mit schwarzen Punkten, aus welchen feine Borsten wachsen. Deutlich sichtbar ist die schwarze Kopfkapsel. Es gibt zwei Fluggenerationen pro Jahr, die Erste Ende Juli und die Zweite im September.

Nach dem Larvenstadium verpuppt sich die Raupe in einem feinen Gespinst. Die Puppe ist ca. 2 cm groß, anfangs hellgrün und dunkelt später nach. Daraus schlüpft die 2. Generation der Schmetterlinge. Diese überwintert in einem Kokon und wird bereits ab Temperaturen von 10°C wieder aktiv. Die Raupen verpuppen sich und bilden so die 1. Generation im folgendem Jahr.

Gegenmaßnahmen

Bei wenigen oder noch kleinen Pflanzen können die Raupen noch mit der Hand abgesammelt werden. Bei großen Pflanzen oder starkem Befall sind nur noch mechanische oder chemische Bekämpfungsmethoden möglich.

Mechanische Maßnahmen (Quelle: Pflanzenschutzamt Landwirtschaftskammer Niedersachsen)

- Abspülen der Raupen mittels hartem Wasserstrahl (Hochdruckreiniger)
- Manuelles Absammeln und anschließendes Abtöten durch kochendes Wasser
- Rückschnitt der Buchsbäume, insbesondere wenn die Jungraupen mit dem Schnittgut erfasst werden

Das Schnittgut sollte nicht auf dem eigenen Kompost verbleiben sondern aus dem Gartenbereich komplett entfernt werden, um eine weitere Verbreitung zu unterbinden. Entsorgen Sie die befallenen Pflanzen im Grüngutcontainer am Wertstoffhof. Über den Kompostierungsweg in großen Mieten werden die Eier und Raupen des Schmetterlings abgetötet.

Chemische Maßnahmen

Da vor allem die jungen Raupen empfindlich auf die Wirkstoffe reagieren, sollte die Behandlung in der Zeit angewandt werden, wo die Raupen sehr aktiv sind, nämlich im April und Ende Juli/Anfang August. Folgende Pflanzenschutzmittel werden vom Pflanzenschutzamt der Landwirtschaftskammer Niedersachen empfohlen:

- Dipel ES (Zulassungsnr. 02404436-00), Wirkstoff: Bacillus thuringiensis ssp. kustaki
- NeemAzal-T/S (Zulassungsnr. 024436-00),Wirkstoff: Azadirachtin
- Calypso Perfekt AF (Zulassungsnr. 006411-0), Wirkstoff: Thiacloprid
- Schädlingsfrei Careo (Zulassungsnr. 005982-00), Wirkstoff: Acetamiprid

 

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an das Team des Sachgebiets Umwelt der Gemeinde Gräfefling:
Tel.: 85 82-24, Email: l.brooks@graefelfing.bayern.de