Durchgeführte Verbesserungen für den Radverkehr in Gräfelfing

In den vergangenen Jahren wurde in Sachen Radverkehr in Gräfelfing so einiges bewegt. Die Gemeindeverwaltung legt einen großen Fokus darauf, Radwege zu erneuern, neue Radverbindungen zu schaffen, Abstellplätze zu modernisieren und so insgesamt das Radeln attraktiver zu machen. Das Radwegenetz in Gräfelfing umfasst über 12 Kilometer. Hier einige Beispiele, was seit 2014 umgesetzt wurde:

Fahrradfreundliche Kommune: Neue Beschilderung erleichtert die Orientierung
Gemeindeübergreifend wurde im Juni 2014 in Gräfelfing und Planegg die Radwegebeschilderung neu gestaltet. Die bisherigen gelben Hinweisschilder wurden ersetzt durch grün-weiße Schilder, die wesentlich differenzierter als bisher Auskunft zu Fern- und Nahzielen geben. In der Zahl sind es mehr Schilder als bisher – auf Gräfelfinger Gebiet rund 250. Diese sind seitdem auch an neuen Positionen zu finden.

Beteiligung am Wettbewerb STADTRADELN
Wie kann der Alltagsverkehr langfristig mehr auf das Rad verlagert werden? 2014 startete Gräfelfing seine Beteiligung am bundesweiten Wettbewerb STADTRADELN, der von dem Verein „Klimabündnis e.V.“ initiiert wurde. www.stadtradeln.de

Umbau Rathausplatz 2015 - Installation moderner und sicherer Fahrradabstellplätze vor dem Rathaus
Der Platz wurde einschließlich der Einmündungen Ruffiniallee, Grosostraße und Freihamer Straße in eine verkehrsberuhigte Tempo-20-Zone umgewandelt und erhielt deutlich mehr Aufenthaltsqualität.

Verbesserungen für den Radverkehr im Zuge des Regionalmanagements München-Südwest e.V.
Wie soll sich der Raum München-Südwest entwickeln? Mit dieser Frage beschäftigen sich seit August 2015 sieben Städte und Gemeinden zusammen mit der Landeshauptstadt München und erarbeiten unterschiedliche Ideen – von der Aufwertung der S-Bahn-Stationen über den Ausbau von Radwegen bis hin zu gemeindeübergreifenden Konzepten für Innenentwicklung und Erholungsflächen. www.rmmsw.de

Erneuerung  des Kirchwegs am Anger
2015 wurde als eine der wichtigen Wegeverbindungen für Radfahrerinnen und Radfahrer zwischen Pasing und dem Starnberger See der Kirchweg neu asphaltiert und steht seitdem als eine komfortable Radlstrecke zur Verfügung.

Optimierte Aufteilung des Geh- und Radwegs auf der sanierten Autobahnbrücke
Mit der Sanierung der Autobahnbrücke über die A96 zwischen dem Gewerbegebiet und der Heitmeirsiedlung 2016 hatte sich die Gemeinde dafür eingesetzt, Verbesserungen für den Radverkehr umzusetzen: Der einseitige Gehweg mit der Regelung „Für Radfahrer frei“ wurde auf ein Gesamtmaß von 3,25 Metern verbreitert, ein markierter Sicherheitsraum zur Straße erhöht seitdem die Verkehrssicherheit.

Ausbau des straßenbegleitenden Geh- und Radwegs an der Pasinger Straße von der Heitmeirsiedlung in Richtung Norden
Schon lange sanierungsbedüftig war die Radverbindung zwischen der Heitmeirsiedlung (Leharstraße) und Pasing. Dies wurde 2017 in Angriff genommen. Auch hier wurde der Geh- und Radweg auf drei Meter verbreitert und eine Querungshilfe auf Höhe der Gemeindegrenze installiert, so dass Radler nördlich der Autobahnbrücke leichter auf die Alte Pasinger Straße auffahren können aufgrund von verbesserten Sichtbeziehungen. Auch Pendler aus Pasing haben von der Instandsetzung deutliche Vorteile.

Verbreiterung des Geh- und Radwegs vor dem Expert-Markt
Für eine komfortablere Nutzung auch durch Radfahrer wurde hier im Gewerbegebiet gesorgt.

Fahrradfreundliche Umbaumaßnahmen am Kreisverkehr in Lochham (Einmündung der Rottenbucher Straße in die Lochhamer Straße)
Ziel der Umbaumaßnahme war die Erhöhung der Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer. Unter anderem werden die Mittelinsel und der Innenkreis vergrößert und die umlaufende Gehbahn verbreitert. Außerdem entfielen die gesonderten Ein- und Ausfahrten für Radfahrer. In einem zweiten Schritt wurde der Kreisverkehr 2020 nach einem neuerlichen Umbau so eingerichtet, dass Fußgänger und Radfahrer sicher und bequem voran kommen.

Berücksichtigung der Fahrradwege bei allen Straßenbauprojekten
Bei sämtlichen Maßnahmen der Straßensanierung wird verstärkt auf die Bedürfnisse von Radlerinnen und Radlern geachtet. Beispiele sind der Neurieder Weg oder die Rottenbucher Straße, die bei ihrer Sanierung großzügige Radwege erhielten.

Neue Asphaltierung der Fahrradwege entlang der Autobahn
2020 wurden die Fahrradwege entlang der Autobahn neu asphaltiert, die in der Heitmeiersiedlung bzw. im Gewerbegebiet beginnen und die Verbindung in die Blumenau darstellen.

Asphaltierung des Radwegs nach Freiham
Eine der Hauptrouten in West-Ost-Richtung ist die Verlängerung der Freihamer Straße nach Freiham und Germering. Diese Geh- und Radwegeverbindung ist vor allem bei Pendlern beliebt, die in Freiham oder Harthaus in die S8 einsteigen. Rund 250 Meter des Weges gehören der Landeshauptstadt München, die restlichen rund 450 Meter der Gemeinde Gräfelfing, die ihren Teil bereits 2019 asphaltiert hat. Nun setzt sich die Gemeinde Gräfelfing bei der Landeshauptstadt dafür ein, dass die verbleibenden Meter vor der Autobahnbrücke (aus Gräfelfing kommend) befestigt werden. In Verbindung mit der Allee zum Gut Freiham kann auch das Germeringer Ortsgebiet über diese Route erreicht werden.

Integriertes Verkehrskonzept: Radverkehr stärken
Das Verkehrskonzept möchte unter anderem den Fuß- und Radverkehr stärken. 2020 fanden dazu Befragungen von Unternehmen, Mitarbeitern und Bürgern statt. Abgefragt wurden Mobilitätsverhalten und Wünsche. Die Ergebnisse werden in die Planungen mit einfließen. Ein Ergebnis der Befragung: Immerhin fahren im Sommer schon 24 Prozent der Beschäftigten auch mit dem Fahrrad zur Arbeit. Durchgeführt wurden außerdem Verkehrszählungen mit Hilfe spezieller Kameras.

Moderne Fahrradabstellplätze und Reparaturstation am Rößlweg
2019 schaffte die Gemeinde hier 32 ADFC-zertifizierte Abstellmöglichkeiten, die überdacht, komfortabler und sicherer sind. Dazu kam ein Jahr später noch eine kostenlos zu nutzende Reparaturstation mit zahlreichen Werkzeugen. Sukzessiv will die Bauabteilung die Rad-Abstellanlagen im gesamten Ortsgebiet erneuern und für Fahrräder sicherer und komfortabler machen. Auch die Fahrradabstellanlagen an den beiden S-Bahnhöfen Gräfelfing und Lochham wurden komplett mit ADFC-zertifizierten Fahrradständern ausgestattet. Die letzten „Speichenkiller“ am Bahnhof Gräfelfing wurden im Jahr 2019 ausgetauscht und dabei die Stellplätze erweitert. Im Kurt-Huber-Gymnasium wurden auch schon einige alte Radlständer durch ADFC-zertifizierte ersetzt. Eine größere Umbaumaßnahme der Fahrradabstellanlage des KHGs ist für Frühjahr 2021 geplant.

Einführung von Lastenrad und MVG-Rad
Wichtige Bausteine zur Stärkung des Radverkehrs waren die Einführung eines Lastenrads, das von den Bürgerinnen und Bürgern ausgeliehen werden kann (in der Bücherei) sowie mehrerer MVG-Radleihstationen im gesamten Ortsgebiet. Die Anschaffung von Lastenfahrrädern und Lastenpedelecs wird außerdem von der Gemeinde finanziell gefördert.

Rücksicht auf Radlverkehr beim Räumen und Streuen
Der Gräfelfinger Betriebshof beachtet beim Winterdienst auch besonders die Bedürfnisse der Radlerinnen und Radler, indem er die Fahrradwege zeitnah für den Berufsverkehr räumt und streut.

Entschärfung und Entfernung von Umlaufsperren
Wo möglich wurden Umlaufsperren, die für Radler eine Barriere darstellen, Radlfreundlich entschärft oder ganz entfernt. Im Straßenraum werden nur noch retroreflektierende Poller verbaut.

Geplante Rad- und Fußgängerbrücke über die Würm
Eine zusätzliche Route von der Heitmeiersiedlung in den Paul-Diehl-Park soll die Befahrung durch Radler attraktiv machen und neue Wegeverbindungen herstellen: Eine Brücke gegenüber der Leharstraße erschließt die Heitmeiersiedlung dann durch den Park auch in Richtung Ort. Bereits am 25. September 2018 beschloss der Gräfelfinger Gemeinderat, die Planung für den Bau einer Brücke über die Würm auf Höhe der Leharstraße voranzutreiben. Mittlerweile ist die Entwurfsplanung des Brückenbauwerks inklusive der nötigen Wegeverbindungen abgeschlossen. Die vorliegende Planung ist laut Staatlichem Bauamt Freising, Landratsamt München und Wasserwirtschaftsamt München genehmigungsfähig.

 

 

 

Integriertes Verkehrskonzept
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