Ausstellung "Dichte begreifen" im Rathaus Gräfelfing

18.07.2018

Wie kann Bevölkerungswachstum und Verdichtung in kleinen und mittleren Gemeinden gestaltet und bewältigt werden? Dieser Frage widmet sich die Schweizer Ausstellung „Dichte begreifen“, die Studierende des Instituts Architektur an der Fachhochschule Nordwestschweiz unter der Leitung von Prof. Reto Pfenninger und Barbara Lenherr konzipiert haben. Weil dieses Thema auch die Gemeinde Gräfelfing beschäftigt, hat Rathauschefin Uta Wüst die Ausstellung nach Gräfelfing geholt.
Sie ist ab sofort und noch bis zum 7. September im 1. OG des Rathauses zu sehen.

Begreifen, fast im Wortsinn, kann man Siedlungsdichte mit dieser Ausstellung, weil zu ihr ein Modell gehört, mit dem sich Interessierte als Stadtplaner betätigen können. Das Modell zeigt eine Siedlung, die noch unbebaute Flächen aufweist. Verschiedene Siedlungsteile können hier ergänzt werden. Dabei gibt es die Möglichkeit, Einfamilienhäuser einzusetzen, sogenannte Lowriser, das sind niedrige Mehrfamilienhäuser, Wohnblocks oder Hochhäuser.

„Auf diese Weise wird sichtbar, ob sich eine Bebauung in eine bestehende Siedlung einfügt oder eher als Fremdkörper wirkt“, erläutert Bürgermeisterin Uta Wüst. „Mit den Zahlen, die auf den neuen Siedlungsteilen stehen, wird gleichzeitig deutlich, wie viele Menschen in der ergänzten Bebauung Platz finden.“ Nicht zuletzt wird offensichtlich, wieviel Fläche welche Bebauungsform beansprucht.

Neben der passenden Verdichtung beschäftigt sich die Ausstellung mit den Fragen, wie eine gute Nachbarschaft entsteht und wie qualitätvolle Grünflächen zur gemeinsamen Nutzung geschaffen werden können. „Architektur soll nichts erzwingen, aber viel ermöglichen.“ Dieses Zitat stammt aus dem Begleittext zur Ausstellung von Prof. Reto Pfenninger und Barbara Lenherr.