Gefahr für Hecken und Gartenanlagen: Warnung vor dem Buchsbaumzünsler

17.08.2018

Die Abteilung Umwelt bittet dringend darum, keine Buchsbaum-Abfälle mehr in den Grüngutcontainer zu werfen! Der Grund: Seit einiger Zeit tritt der Buchsbaumzünsler, ein nachtaktiver Kleinschmetterling, dessen Raupen Buchsbäume innerhalb kürztester Zeit kahlfressen, auch in Gräfelfing vermehrt auf. Er wurde aus Südostasien eingeschleppt und stellt für alle Gärten, in denen Buchsbäume wachsen, ein großes Problem dar. Viele Jahre galt der Buchsbaum als problemlose, robuste Pflanze, doch das hat sich grundlegend geändert.

 

So erkennen Sie den Befall:

Das Schadbild tritt anfangs hauptsächlich im unteren, inneren Bereich des Buchsbaums auf und ist damit von außen nur schwer erkennbar. Mit der Entwicklung der Raupen nimmt der Schaden zu und wird deutlicher. Die Blätter werden nun auch im äußeren Bereich der Krone gefressen. Sind keine grünen Blätter mehr vorhanden, gehen die Raupen an die Triebe und fressen die Rinde der noch grünen Triebteile. Dies führt zum Absterben der so geschädigten Triebe und Äste. Neben den Fraßspuren können auch olivgrüne Kotkrümel und feine Gespinste und Kokons gefunden werden.

 

Gegenmaßnahmen:

Voraussetzung für eine gute Bekämpfung ist die regelmäßige Sichtkontrolle vor allem im Inneren der Baumkrone. Bei wenigen oder noch kleinen Pflanzen können die Raupen mit der Hand abgesammelt werden. Bei großen Pflanzen oder starkem Befall sind nur noch mechanische oder chemische Bekämpfungsmethoden möglich.

 

Wichtig: Das Schnittgut sollte nicht auf den eigenen Kompost geworfen, sondern sofort komplett aus dem Gartenbereich entfernt werden. Die erkrankten Teile dürfen auch nicht in den Grüngutcontainer am Wertstoffhof entsorgt werden, sondern gehören in den Restmüll!

 

Ausführliche Informationen zum Buchsbaumzünsler und seiner Bekämpfung auf den Seiten der Abteilung Umwelt