Neue Beschriftungen in der Bahnhofstraße

08.05.2018

Das alte Rathaus in der Bahnhofstraße 6, das viele Jahrzehnte lang sowohl der Schulverwaltung als auch zeitweise der Gemeindeverwaltung als Sitz diente, wurde im Jahr 2009 hundert Jahre alt. Anlässlich dieses Jubiläums beschloss der Gemeinderat, das Gebäude und auch das umgebende Gelände komplett zu sanieren, optisch angelehnt an die Originalpläne von 1909, technisch aber auf dem neuesten Stand. 2011 waren die Bauarbeiten abgeschlossen, seitdem ist das alte Rathaus ein optisches Schmuckstück an der Bahnhofstraße, in dem der Hort Gräfelfing, das Gemeindearchiv, das Trauzimmer sowie ein kleines Schulmuseum untergebracht sind.

Um die Unterscheidung zwischen dem "alten Rathaus" und dem "neuen Rathaus" in der Ruffiniallee noch deutlicher zu machen, realisierte die Bauabteilung der Gemeindeverwaltung nun einen Schriftzug unter der Dachrinne des Vordachs, der in seiner Schriftart auf die Bauzeit 1909 Bezug nimmt.

 

Gedenktafel für Fritz Rasp in der Bahnhofstraße 91

Die Häusergruppe Nr. 83 bis 91 wurde als eine der ersten Gebäudegruppen an der Bahnhofstraße errichtet – es waren die Reihenhäuser der neuen Villenkolonie. Das Haus Nr. 91 wurde gerade von einem neuen Eigentümer komplett renoviert. Dabei wurde die alte Substanz erhalten und sorgfältig wieder hergerichtet – auch im Hinblick auf die Geschichte des Hauses, in dem berühmte Wahlgräfelfinger wohnten: Der Schauspieler Fritz Rasp war in den 1920er Jahren vor allem für seine Rollen in Stummfilmen bekannt, später spielte er die Figur des Schurken Grundeis in der Verfilmung von "Emil und die Detektive" (1931) und den Peachum in der Verfilmung der "Dreigroschenoper" (1931). Zum Bösewicht par excellence avancierte er auch durch die Edgar-Wallce-Filme in den 1950er und 1960er Jahren. Seine Tochter, die Schriftstellerin Renate Rasp, lebte von 1990 bis 2015 in dem Haus, gemeinsam mit ihrem Mann Klaus Budzinski, einem bekannten Journalisten und Autoren. Budzinski war auch ein Mitglied der Gräfelfinger Gelegenheitsschreibern (GRÄGS).   

Zur Erinnerung an Fritz Rasp ließ die Gemeinde eine Gedenktafel an dem Eingang des Hauses anbringen.