Glasfaserausbau - Fragen und Antworten
Stand der Informationen: 15.09.2026
Anfang September hat Telekom Deutschland damit begonnen, in Gräfelfing ein Glasfasernetz zu errichten. Zunächst konzentriert sie sich dabei auf den Bereich südlich der Autobahn und östlich der Bahnlinie bis zur südlichen Ortsgrenze.
Auf der im Folgenden verlinkten Seite können Sie prüfen, ob Glasfaser an Ihrer Adresse angeboten wird: www.telekom.de/glasfaser oder Ihr Interesse bekunden: https://www.telekom.de/netz/glasfaser/interessenten-registrierung. Sollten Sie darüber hinaus Fragen haben, stehen Ihnen Herr Reinsch als Ansprechpartner im Auftrag der Telekom (0151 100 509 76) zur Verfügung sowie Herr Wagner vom örtlichen Telekom Shop (Mail: vp9949411@external.telekom.de, Tel. 089 / 898 674 60).
Die Gewerbegebiete sind ausgenommen, weil sie bereits mit einer Breitbandanbindung versorgt sind. Zur Frage, welche weiteren Gebiete wann genau folgen, liegt der Gemeinde noch keine belastbare Information vor.
Deutsche Glasfaser zieht sich vom Glasfaserausbau in Gräfelfing zurück.
Dieses Unternehmen, das zuerst geplant hatte, Glasfasernetze im Würmtal zu errichten, hat am 14. September dieses Jahres bekanntgegeben, dass es sich aus Gräfelfing und dem Würmtal zurückzieht, um einen Doppelausbau von Glasinfrastruktur zu vermeiden. “Interessenten, die einen Vorvertrag bei Deutsche Glasfaser abgeschlossen haben, erhalten eine Information über den Rückzug aus dem Projekt. Den Kunden entstehen keinerlei Verpflichtungen gegenüber Deutsche Glasfaser”, schreibt das Unternehmen.
Zu Breitbandausbau erreichen uns viele Anfragen, daher finden sie hier die wichtigsten Fragen und Antworten:
Wer betreibt den Netzausbau?
Die zum Ausbau berechtigten Unternehmen, hier die Telekom, entscheiden selber, ob, wann und wo sie ihre Netze ausbauen. Dies sind wirtschaftliche Entscheidungen der Unternehmen.
Muss ich einen Vertrag abschließen?
Selbstverständlich muss jeder und jede für sich prüfen, ob/welcher und mit welchem Unternehmen ein Vertrag geschlossen werden soll. Wie bei jedem Vertrag muss man diesen natürlich vor dem Unterschreiben sorgfältig durchlesen, hierzu kann die Gemeinde keine Auskunft geben. Das Risiko, das entstehen kann, wenn ein Vertrag zum jetzigen Zeitpunkt nicht unterschrieben wird, ist evtl., dass Kosten für einen Hausanschluss zu einem späteren Zeitpunkt ganz oder teilweise selber getragen werden müssen. Dieses Risiko muss jede/r für sich bewerten.
Wir wirken bei unseren Ansprechpartnern wiederholt darauf hin, dass Vertriebsmitarbeiter, die zum Teil an den Haustüren klingeln, weniger nachdrücklich auftreten.
Wo finde ich weitere Informationen rund um das Thema Vertragsabschluss?
Die Verbraucherzentrale hat eine umfangreiche Veröffentlichung mit Fragen und Antworten zum Thema Glasfaserausbau auf ihrer Website.
Warum befürwortet die Gemeinde den Glasfaserausbau grundsätzlich?
Ein Glasfasernetz in Gräfelfing ist für die Bürgerinnen und Bürger sowie für Gewerbetreibenden von großem Nutzen. Dabei ist es für die Gemeinde wichtig, das überhaupt solche Netze gebaut werden. Aus diesem Grund schließt die Gemeinde Kooperationsvereinbarungen mit allen Telekommunikationsunternehmen, die mit diesem Anliegen an die Gemeinde herantreten.
Was bedeutet die anbieterneutrale Unterstützung der Unternehmen durch die Gemeinde und was ist eine Kooperationsvereinbarung?
Das Telekommunikationsgesetz ermächtigt Anbieter von Telekommunikationsinfrastruktur in den Kommunen zu bauen – auch ohne Kooperationsvereinbarung.
Eine Kooperationsvereinbarung ist freiwillig und gestaltet die Abläufe zwischen Unternehmen und Kommunen hinsichtlich Fragen wie Dauer von Genehmigungen, Bündelung von Aufgrabungsgenehmigungen, abgestimmte Steuerung der Eingriffe in den Straßenraum, Austausch von Kontaktdaten direkter Ansprechpartner u. dgl.
Anbieterneutral bedeutet, dass die Gemeinde auch mit einem nächsten und übernächstem Unternehmen, das eigenwirtschaftlich ausbauen möchte, auf dessen Wunsch eine Kooperationsvereinbarung abschließt. Diese Vereinbarungen folgen einer vom Bund vorgeschlagenen Mustervereinbarung.
Können die gebauten Glasfasernetze durch Drittanbieter genutzt werden?
Die Netze sind grundsätzlich offen für Drittanbieter, das ist durch das Wettbewerbsrecht vorgesehen. Die Höhe der Entgelte für die Nutzung ist dabei eine Vertragsangelegenheit zwischen den beteiligten Unternehmen.
Wie ist der aktuelle Netzausbau in Gräfelfing?
Die in Gräfelfing vorhandenen Netze für das Kabelfernsehen, die Anfang der 2000-er Jahre geschaffen wurden, bilden in weiten Teilen des Gemeindegebiets die Basis für die Internetversorgung. Während sie vielen momentan noch ausreichend leistungsstark erscheinen, merken andere, dass sie bei großen Datenmengen beispielsweise bei der Bearbeitung von Bildern oder Filmen, in Videokonferenzen, beim Nutzen von Streaming-Diensten oder bei mehreren Nutzern je Haushalt an die Grenzen der aktuellen Versorgung stoßen. Insbesondere der Upload, also das Versenden von großen Datenmengen, ist dabei zum Teil limitiert. In den Gewerbegebieten ist bereits ein Glasfasernetz vorhanden.
Bei weiteren Fragen…
wenden Sie sich gerne an die Wirtschaftsförderin: sabine.strack@graefelfing.bayern.de.



